Dienstag, 25. august 2009 2 25 /08 /2009 06:53

heute ist der 25. August 2009 und in mir liegt eine große Traurigkeit.

Eigentlich wollte ich meinen Blog noch "nachschreiben", entschließe mich aber nun dazu, ihn auf Eis zu legen. Ob ich ihn jemals weiterschreiben werde, weiß ich noch nicht. Vielleicht wird es einen neuen geben... vielleicht wird dieses der letzte Artikel sein.

Einige werden es aus der Presse mitbekommen haben; den schrecklichen Unfall in Ellwangen in BW, wo eine Cessna einen Helikopter übersehen hat, oberhalb des Helikopters mit ihm zusammenstieß und dieser dann wie ein Stein vom Himmel fiel, am Boden zerschellte und explodierte.

In diesem Helikopter starben 4 Menschen. Der 42jährige Pilot und seine 3 Fluggäste. Ich hatte bis zur Nachricht, die ich abends durch Zufall beim Online-Abruf meiner Emails im Newsticker des Providers gelesen habe, einen sehr schönen Tag verlebt - gegen Nachmittag - war ich zeitweise geistig abwesend - ich hatte ein merkwürdiges Gefühl... aber erst abends, als ich die Nachricht las, sollte ich wissen warum.

Bei dem Helikopterpiloten handelte es sich um den Mann, den ich hier im Blog liebevoll Schatzi getauft habe, der mir ein unglaublich schönes 2008 schenkte, mir 2009 aber auch das Herz brach. Ursprünglich, wenn wir noch zusammen gewesen wären, hätte ich in Ellwangen mit teilnehmen sollen. Nun glaube ich, daß es wirklich eine Bestimmung gibt, denn wenn ich hätte ansehen müssen, wie mein Schatzi abstürzt und verbrennt... So aber bekam ich davon erst später etwas mit und die Bestimmung hatte noch weiter vorgesorgt, damit ich mit dem Verlust dieses wunderbaren Menschen, klarkommen kann.

Ich bin einigermaßen über die Trennung hinweg gekommen und habe mein Herz mutig für einen neuen Menschen geöffnet, obwohl ich eigentlich keine Beziehung mehr haben wollte. Dieser Mann gibt mir momentan so viel Kraft, die ich brauche, um den Tod eines geliebten Menschen zu verarbeiten. Diesen Menschen habe ich erst vor knapp 2 Wochen das erste mal getroffen und es war Liebe auf den ersten Blick - bei ihm und auch bei mir. Ich glaube, daß er mir geschickt wurde, damit ich wieder an die Liebe glaube und damit ich den schmerzlichen Verlust überstehe - und ich weiß, daß ich es schaffen werde.

Meine Gedanken sind bei der Familie von "meinem" Hubschrauberpiloten, denn schon letztes Jahr, als der Vater nach kurzer schwerer Krankheit verstarb, mußten sie durch eine schlimme Zeit. Damals hatte ich meinem Schatzi den Rücken gestärkt und sagte, nachdem er mir seinen Dank zeigte und aussprach, daß ich hoffe, daß er mir eines Tages auch diese Kraft geben kann, wenn ich einen geliebten Menschen zu Grabe tragen muß. Das die nächste Beerdigung, die ansteht, seine sein sollte, konnte ich nicht ahnen.

Ich möchte meinem neuen Freund für seine unendliche Liebe danken und für seine Kraft und Energie, die er aufbringen muß um mich zu trösten. Er hat die dunklen Wolken weggeschubbst, die noch über mir hingen. Hat mich wieder zum strahlen und Lachen gebracht. Gib mir bitte noch die Zeit des Verarbeitens, die Frau, die Du kennengelernt hat, mit ihrem Lächeln und ihrem Humor, ist noch immer da.

Meinem Schatzi möchte ich danken für die schöne Zeit in 2008 und in 2009. Ich habe Dich auch nach unserer Trennung weiterhin in meinem Herzen gehabt und liebevoll empfunden, wenn gleich ich die Trennung nie verstanden habe und nie verstehen werde. Ich freue mich, daß wir wieder miteinander telefoniert und wieder viel gemailt haben. Ich verzeihe Dir den Herzschmerz und die Verzweifelung, die Du mit der Trennung in mir ausgelöst hast. Ich werde Deine Geschenke liebevoll in eine Kiste verstauen und sie in Ehren halten. Du wirst immer unvergessen sein. Ich möchte, daß Du weißt, daß ich Dir noch von meinem neuen Freund erzählen wollte, damit Du siehst, daß ich wieder glücklich bin - so wie Du es geplant hattest. Du wolltest nicht mehr, daß ich traurig bin, wenn wir uns nicht sehen...

Ich umarme Dich noch ein letztes Mal in Gedanken,
küsse Dich auf die Stirn,
schau Dir in Gedanken noch ein letztes Mal in Deine Augen
und streiche Dir noch ein letzes Mal über Dein Haar.

Leb wohl, liebster Achim,
wo immer Du jetzt bist.
Wir werden uns eines
Tages wieder sehen!

In tiefer Dankbarkeit und Liebe




Deine
kleine Fellnase
N.




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Donnerstag, 11. juni 2009 4 11 /06 /2009 19:20




Der Wecker klingelte um 6.50 Uhr und ich hing an der Strippe. Man sagte mir am Abend zuvor, daß es nur möglich ist, die Routerdaten schriftlich rauszusenden. So ein Quatsch. Als weitsichtiger Mensch weiß ich genau, daß es immer Mittel und Wege gibt Zugangsdaten durch einen Sachbearbeiter abrufen zu lassen und durchgeben zu lassen. Ich traf dann glücklicherweise auf eine Mitarbeiterin, die kompetent genug war und somit erhielt ich meine Zugangsdaten telefonisch. -  Hurra, ich bin wieder connected. Ich löschte sofort alle Mail-Adressen von Mr. Gehirn-Nix und zwar so, daß sie die nächsten 40 Tage gesperrt sind…hehehehe… Scheinheilig wie er ist, reagierte er auf meine SMS vom Vorabend ganz unschuldig. Ich durchschaute ihn sofort und gab ihm dann entsprechenden Konter.

 



Festplatteninfarkt
Ich gammelte dann zufrieden vor meinem PC herum und wollte dann einen weiteren Video-Schnitt vollenden. Ich merkte dann jedoch, während ich an der Datei arbeitete, daß die vorab eingebundene Musik nicht mehr „vorhanden“ war. Kurz drauf wußte ich warum. Sie lag auf meiner externen Festplatte und diese schien irgendwie nicht mehr zu funktionieren. PANIK!!! Ich hatte schon etwas länger kein Backup mehr gemacht. Himmel, das darf doch nicht wahr sein. Das fehlte mir jetzt noch, daß auch noch meine Festplatte in die Fritten geht. Ich rief meinen besten Kumpel an und dieser konnte mir – logischerweise – auch nicht viel helfen. Dann telefoniere ich in meiner Not mit nem Elektroladen, was ebenfalls sehr ernüchternd war. Dann kam die Idee auf, daß ich die Festplatte umbauen lasse, da es wohl am Netzteil des Teils lag. Ok, dadurch würde meine Garantie auf die Platte flöten gehen, aber ich brauchte meine Daten auf jeden Fall für dieses Wochenende und ich bin eh kein Freund davon, wichtige Datenträger einfach so aus der Hand zu geben. Normalerweise hätte ich meinen Schatz angerufen – der kennt sich ja bestens mit dem ganzen Thema aus… aber nunja, das ging ja nun nicht mehr. Darüber hinaus hatte er mir ja in einer kurzen Message mitgeteilt, daß er nen Flugtag heute hätte – somit hätte ich ihn eh nicht erreichen können und ich mußte hier und jetzt eine Entscheidung treffen.



Retter in der Not
Um das Unangenehme mit dem Angenehmen zu verbinden, rief ich meine Ma an, ob sie Lust hat mit zum Elektroladen zu kommen. Ich fuhr zu ihr und setzte mich noch kurz in den Garten, da ich noch auf Feedback von dem Elektroladen wartete, ob sie meine Reparatur noch eben reinschieben könnten. Ich saß also im Garten und wurde dann „Zeugin“ vom ersten Flug eines Jung-Stares. Der Jungfernflug endete etwas unsanft mit einer Bruchlandung im Blumenbett – der kleine hat es aber ohne weitere Schäden überlebt. Später ließ ich dann im Elektroschop meine Platte umbauen. Der Ganze Spaß hat mich dann einige Nerven und 40 Euro gekostet – Hauptsache, ich hatte meine Festplatte wieder so, wie sie sein sollte – funktionierend.



YES's and NO GO's
Daheim schloß ich meine Platte gleich an und sie lief wunderbar. Dann wartete ich auf den Automechaniker, der sich ja um mein krankes Auto kümmern wollte. Tolle Wolle. Der Typ hatte mir fest versprochen zu kommen, kam aber nicht. Er hatte nichtmal den Schneid, kurz Info zu geben, daß er nicht kommt. Ich hasse sowas. Kein Wunder, daß mein allgemeines Bild über die Männerwelt auch hier mal wieder eine negative Bestätigung erhielt.
Das Ganze frustrierte mich sehr, denn ich habe wirklich drauf gebaut, daß meinem Auto endlich mal kostengünstig geholfen wird.. .naja. Verläßt man sich auf andere – ist man verlassen. Den Abend wartete ich trotzdem noch tapfer und schlich dann irgendwann in die Federn. Zumindest hatte ich heute 2 Erfolgserlebnisse. Ich kam wieder ins Internet und meine Festplatte lief wieder.

 

 



Panthera Tigris


 

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Dienstag, 9. juni 2009 2 09 /06 /2009 14:39




Heute Morgen wachte ich – wie immer – auch wieder mit diesem dumpfen Gefühl auf. Nach wie vor dachte ich an meinen Schatz. Ich startete wie immer in den Tag – allerdings in etwas verdrehter Reihenfolge, was das Ganze, also den Ablauf an sich, etwas verlangsamte. Ich habe irgendwo mal gelesen, daß damit die 08/15-Schlüsselreize etwas gefordert sind und man Routine-Aufgaben wieder etwas mehr Aufmerksamkeit schenkt. Na zumindest hat mich das ganze etwas durcheinander gebracht…



Klinik-Tour

Im Laufe des Vormittages fuhr ich zu meiner Ma und gemeinsam fuhren wir dann wieder zu meiner Schwester in die Klinik. Sie hatte erhöhten Blutdruck und war richtig rot im Gesicht – wir machten uns verständlicherweise gleich wieder Sorgen. Nichts desto Trotz freute sie sich über das Buch, welches ich ihr geschenkt habe. „Hühnersuppe für die Seele – für Tierliebhaber“. Ich selbst kannte es nur vom Höhrensagen und von den guten Kritiken. Mein Bauchgefühl sagte mir, daß es etwas sein wird, was meiner Schwester gefällt. Und so war es auch. Wir blieben dann eine Weile, aßen unser Ritual-Eis und fuhren dann wieder heimwärts.



Lebenszeichen und Utopien

Später bekam ich eine Mail von meinem Schatz. Er war recht kurz angebunden. Er hat noch immer so viel Stress im Job,  was mir total leid tat. Wie gern würde ich etwas für ihn tun, was ihm diesen Stress nimmt (und wenns das Kündigen seiner Kollegen wäre…). Mir half immer, wenn ich so viel Stress im Job hatte, daß ich Joggen gehe. Das schönste Anti-Stress-Mittel war aber der grandiose Sex mit ihm… bzw. überhaupt bei ihm zu sein. Joggen darf ich ja aktuell nicht mehr… wegen meinem Knie… und auch das andere ist für mich unerreichbar geworden…



Was wäre wenn?

Am Nachmittag fuhren wir mit der Hündin von meiner Schwester zum Verbandswechsel zum Tierarzt. Da wir noch etwas Zeit hatten, drehten wir noch eine Runde, damit die kleine Maus sich noch lösen konnte. Ich wackelte neben ihr her und hielt die ganze Zeit unbewusst den Anhänger meiner Kette in der linken Hand… Den Anhänger der Kette, die mein Schatz mir zum 1jährigen schenkte… Beim Tierarzt war ich dann kurz abgelenkt. Mein Tierarzt ist wirklich ein sehr charmanter Mann, gutaussehend, fachlich absolut top und… glücklich verheiratet. Aber ich brauche ihn ja gottseidank nicht heiraten um einen Termin bei ihm zu bekommen. Wir kennen uns ja schon einige Jahre und er hat auch in meinem Leben (und an mir) Veränderungen mitbekommen. Er nahm mich zur Seite und sagte, daß ich doch wieder sehr abgenommen hätte und was man dagegen tun könnte. Ich sagte ihm mit einem gespielten  Humorton: „neuer Job, neue Wohnung und neuen Freund…“ Er strich mir freundschaftlich über den Rücken und meinte dann, daß er ja leider verheiratet sei, sonst würde er „einspringen“…. Scherzkeks. Zugegeben, er ist schon die Art Mann, die meine Aufmerksamkeit auf sich zieht und eine gute Partie wäre er als Tierarzt mit Sicherheit auch – gerade bei dem ganzen Kleintierzoo, den ich beherberge… Aber wie gesagt… glücklich verheiratet und es ist gegen meine Natur ein vorhandenes Glück zu intrigieren. Was für mich ein Tabuthema ist, ist für andere ein – leider zu oft – erfolgreiches Hobby.



Geklaute Routerdaten

Später daheim wurde ich dann wieder mit der Macht meines Noch-Ehemanns konfrontiert. Dank der Unfähigkeit der Telekom einen Account so umzuschreiben, daß der ehemalige Vertragspartner keinen Zugriff mehr hat, war es ihm möglich, neue Routerdaten abzufragen. Sobald dieses geschieht, werden die aktuellen Routerdaten gelöscht bzw. gesperrt. Folge. Bis zur Eingabe der neuen Daten geht kein Internet mehr. Dieses hat er dann auch so gehandhabt und ich saß dann da ohne Internet. Er weiß genau, daß meine komplette Jobsuche darüber läuft. Eine berechtigte Wut in mir machte sich breit. Ich rief bei der Telekom an und fragte nach, ob es eine Störung sei. Ist es nicht. Man klärte mich dann bezüglich der Routerdaten auf. Dieser Mistkerl! Da es kurz vor Mitternacht war, war auch die 24 Stunden-Hotline nicht in der Lage, mir hier zu helfen. Ich sollte am darauffolgenden Tag um 7 Uhr anrufen. Ich fragte die Dame am anderen Ende der Leitung, warum dann eine 24 Stunden-Hotline eingerichtet wird, die scheinbar nur von 7 bis 16 Uhr „helfen“ kann. Ich erfuhr dann, daß ich frühestens 6 Tage später wieder online sein könnte. Das ging nun absolut nicht. Ich legte mir meine Unterlagen neben das Bett, stellte meinen Wecker auf kurz vor 7 und hoffte, daß die Nacht schnell um ist, damit ich dieses Problem endlich aus der Welt schaffen konnte.

 


Panthera Tigris


 

 

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Sonntag, 7. juni 2009 7 07 /06 /2009 16:10




Auch diesen Morgen wachte ich wieder sehr traurig auf. Ich kann mich nur ganz schwach an die Zeit erinnern, wo ich morgens die Augen aufmachte, auf die Unterseite der Zimmerlampe von meinem Schatz blickte, mich zu ihm drehte, seinen Atem spürte und ihn wie er schlief beobachtete. Schwach und dennoch schmerzlich war die Erinnerung daran, wie er sich nachts immer an mich heran gekuschelt hat. Jene Momente, wo man ein bisschen wach wird aus dem Schlaf und nach dem anderen die Hand ausstreckt, die Wärme und Nähe sucht und sie dann findet, sobald man den anderen zärtlich und liebevoll berührt. Man sinkt wieder in die warmen Federn, atmet tief durch, nimmt dabei die Nähe des anderen wahr und fühlt sich einfach nur leicht und geborgen.



Troublemaker

Ich zwang mich heute Morgen aufzustehen, machte mir einen Kaffee und versorgte meine Vögel und machte meine PC an. Im Laufe des Tages tauschten mein Schatz dann noch Mails aus – es ging darum, daß einer aus der Community wo wir uns kennengelernt haben, sich sehr suspekt verhalten hat. Er hatte meinen Schatz angeschrieben und sehr gezielt nach seiner Freundin und seiner Liebe gefragt – Auch mich „beobachtet“ schon seit einiger Zeit ein User, der mir etwas suspekt vorkommt. Manche User sind unauffällig – manche einfach nur unheimlich und das war wohl so einer der 2. Sorte.



Chickensoup for the soul

Ablenkung gab es dann, als der Postbote klingelte. Das Buch was ich von meinen Online-Gutscheinen bei Amazon für meine Schwester gekauft hatte, kam endlich an. Da wird sie sich freuen. Ich schrieb ihr noch eine Widmung hinein. Ja. Darüber wird sie sich wirklich freuen. Den restlichen Tag verbrachte ich dann mit weiteren Bewerbungen schreiben. Aß zwischendurch hauptsächlich Süßigkeiten. Mir ist momentan einiges sowas von egal und meine Ernährung gehört auch dazu. Ich muß mir mein Futter erst mal wieder richtig verdienen und das tu ich eben nicht. Ich bin erfolglos in Sachen Job, glückliche Partnerschaft,…. Schlägt man im Duden das Wort Unzufriedenheit auf, taucht ein Portrait von mir auf. Obwohl ich heute wirklich sehr viele Bewerbungen geschrieben hatte, hatte ich das trotzdem das Gefühl, daß der Tag für mich sinnlos und wertlos gewesen ist.



Not the same

Zwischendurch telefonierte ich noch mit meiner Ma und mit meinem besten Kumpel. Aber so richtig wohl fühlte ich mich nicht. Was würde ich jetzt für eine Umarmung geben. Den Moment spüren, wo ich mich „gehalten“ fühle. Gehalten von einem Menschen, den ich liebe und der mich liebt. Klar, meine Ma könnte mich in den Arm nehmen und knuddeln. Aber das ist nicht das gleiche… was ich brauche, ist … so unerreichbar geworden.



Rescue me

Auch diesen Abend verbrachte ich am PC. Eigentlich wollte ich noch weitere Bewerbungen schreiben, aber ich merkte, wie arg meine Konzentration nun flöten ging. Also ließ ich das Ganze und klickte mich noch ein wenig durchs Internet, bis ich so müde war, daß ich im Halbschlaf ins Bett eierte – bloß nicht nachdenken. Ich lag im Bett und nahm die Kette von meinem Schatz behutsam in meine rechte Hand und wünschte mir, ich könnte noch einmal seine Nähe spüren.


 

Panthera Tigris

 


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Samstag, 6. juni 2009 6 06 /06 /2009 21:45




Das Bauchgrummeln war noch zugegen, als ich traurig aufwachte. Ich blickte auf den Wecker und sah zu, daß ich schnell aufstehe, denn ich mußte heute wieder zu meinem Hausarzt gehen. Er sollte nochmal meinen Krankenstand prüfen und mich ggf. nochmal krankschreiben. Im Wartezimmer hockte ich mich artig hin und tat das, was man dort üblicherweise tut. Warten. Einige der ebenfalls ansässigen Patienten taten aber noch mehr als das übliche Warten. 2 der Damen, eine rechts von mir, eine links von mir, ratschten irgendwann über mich hinweg. Von links und von rechts wurde ich ohne Punkt und Komma zugelabert. Es hat nicht mehr viel gefehlt und ich hätte wohl beiden Damen meine geballten Fäuste in den Rachen geschoben. Die Sprechstundenhilfe kam mir zuvor, denn eine der redefreudigen Damen durfte (endlich) ins Behandlungszimmer. Mein Doc schrieb mich erneut 2 Wochen krank und ich fuhr wieder heimwärts.



Zuwachs

Als ich daheim war, rief ich dann erstmal beim Arbeitsamt an und sagte den Termin ab, den man mir aufgedrückt hatte – immerhin war ich ja noch immer krankgeschrieben. Danach checkte ich meine Mails und eine beste Freundin aus Wien teilte mir mit, daß sie nun einen kleinen Nymphensittich zu ihrem Altvogel „adoptiert“ habe. Ein ganz süßes Kerlchen – meine Vermutung, daß der Kleine wohl zu jung ist um schon von den Elterntieren getrennt zu werden, sollte sich später wohl als fatale Richtigkeit erweisen.



Klinik-Tour & Hundepfoten in Not

Heute war wieder Klinik angesagt und meine Ma und ich fuhren zu meiner Schwester, die weiterhin kleine, aber feine Fortschritte machte. Stolz präsentierte ich ihr meinen Cadillac in dem Prospekt des Supermarktes – auch sie freute sich für mich. Als wir unseren Besuch beendet hatten, fuhren wir mit dem Hund meiner Schwester zum Tierarzt. Die kleine hatte ein Problem mit ihrer Pfote. Sie hatte sich wohl einen Dorn reingetreten, was unbemerkt blieb, und dieser hatte sich durch die Pfote gebohrt und kam oberhalb der Pfote schon wieder raus. Darüber hinaus hatte sich die Pfote entzündet und war voller Eiter. Die Kleine muß höllische Schmerzen gehabt haben. Immer wenn wir ihre Pfote checken wollte, hatte sie unsere Versuche vereitelt. Dem Doc entkam sie gottseidank nicht und somit konnte schlimmeres verhindert werden. Nachdem wir dann beim Tierarzt fertig waren, fuhren wir noch einkaufen. Himmel, bin ich froh, wenn der Tag um ist, dachte ich mir da. Ich war einfach nur noch müde.



Rollercoaster

Später bekam ich wieder eine Mail von meinem Schatz. Er hatte das Video angeschaut, welches ich für ihn – uns – gebastelt hatte. Er fand es sehr schön, monierte aber, daß ich es öffentlich gemacht hatte. Ich stehe zu meinen Gefühlen – warum er nicht? Fragte ich mich. Aber das war die Erstreaktion. Natürlich verstehe ich ihn auch irgendwo. Also sorgte ich dafür, daß nur ein gewisser Personenkreis Zugang zu dieser Slideshow hatte. Er mailte mir dann auch nochmal, daß ich das ein oder andere nicht in den falschen Hals bekommen soll und ich antwortete ihm mit einer Frage, wann er es endlich begreift, daß er mit mir offen über alles reden kann. Ich war irgendwie traurig, denn scheinbar erkannte er noch immer nicht, wer und vor allem wie ich bin. Ich schaute mir nochmals die Slideshow an, bevor ich ins Bett ging und war von dem Tag und den Ereignissen völlig erschöpft. Das war gut so, denn so hatte ich kurz nach Matratzenhorizontalkontakt den Schlafmodus erreicht.

 


Panthera Tigris



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