Sonntag, 31. mai 2009 7 31 /05 /2009 11:25





Augen auf – Sehnsuchtspegel rauf auf Maximum und schon haben wir wieder den Normalzustand von Panthera Tigris. Was ich jetzt brauchte, war wieder sowas wie eine Hardcore-Ablenkung. Ich sprang also unter die Dusche und es funktionierte… zumindest ein wenig. Im großen und ganzen war auch dieser Morgen ein Morgen mit Startschwierigkeiten. Aber immerhin, die Batterie hatte noch so viel Saft, daß die „Karre“ einigermaßen ansprang.



Klinik-Tour und ein Wiedersehen mit den 4-Beinern 

Auch heute fuhr ich mittags zu meiner Ma um dort zu speisen. Danach ging es dann das erste Mal mit den Hunden zur Klinik, in der meine Schwester derzeit liegt. Meine Ma holte sie vom Zimmer ab. Noch immer war sie im Rollstuhl, und ich wartete derweil mit den 8 Pelzpfötchen außerhalb vom Klinikgelände. Dann kam der große Moment, in dem meine Schwester nach langer Zeit ihre kleine Mischlingshündin und ihre beste Freundin, meine Hündin, wieder sah. Die Freude war bei allen sehr hoch – nur mit dem Unterschied, daß wir im Gegensatz zu den Fellnasen kein Jaulkonzert veranstalteten. Später hatte meine Schwester dann noch einen Therapietermin und wir ging in der Ortschaft in einen Biergarten und warteten dort. Es kam zu ganz leichten Spannungen zwischen meiner Ma und mir. Uns war deutlich die Anspannung der letzten Monate anzumerken und so frötzelte sie etwas herum und ich reagierte etwas über. Letztendlich wußten wir aber beide warum wir so herumzickten und es war dann auch „ok“. Später gingen wir zurück zu meiner Schwester und wir verabschiedeten uns und fuhren wieder heimwärts.



Attemps
Als ich daheim war, erwartete mich eine Mail von meinem Schatz in der wieder das Argument auftauchte, daß er Angst hat mit mir zu reden, etc. Ich antwortete ihm mit einer langen Mail und rief ihn auch auf dem Handy an und erreichte ihn auch. Er hatte gerade geduscht und trocknet sich ab und ich schlug ihm vor, daß ich mich in 5 Minuten wieder melde. In der Zeit hat er dann wohl meine lange Mail angefangen zu lesen und mir dann per Email gesagt, daß er nun doch nicht mit mir telefonieren möchte, er nicht ans Telefon gehen wird. Er würde sich die Mail gerne in Ruhe durchlesen. Darüber hinaus war ja auch heute Stammtischabend und er war sozusagen im Zeitstress. Schade, aber ich wäre wohl der letzte Mensch, der hier kein Verständnis zeigen würde. Klar. Meine Mail läuft ihm ja nicht weg…



No way out
Es dauerte eine Weile und ich spürte, wie sich langsam dieser Druck in mir wieder bemerkbar machte. Der Druck, hilflos zu sein und dieser Schmerz, der damit einhergeht. Ich half dem ab, in dem ich wieder die Klinge ansetzte. Noch immer der einzige Weg, um die Schmerzen in der Seele nicht mehr zu spüren… wobei es keine Wirkung mehr zeigte… schon lange nicht mehr. Ich hasste mich dafür, daß ich mich verletzte und ich schwor mir, daß ich das nie wieder tun werde. Ob der Schwur Bestand hat? Vielleicht ja, wenn es mir gelingt, mein gebrochenes Herz zu flicken… aber wo waren die Bruchstücke hingefallen? Noch immer wußte ich nicht, wie ich das alles wiederfinden sollte. Der Schnitt war nicht tief… nur oberflächlich… und ich bin froh, daß ich die Schnitte nicht so ansetzte, wie sie in meiner Seele und in meinem Herzen waren… Eines Tages, und das ist jetzt ein Satz für die Menschen, die sich um mich sorgen. Eines Tages schaffe ich das. Darauf habt ihr mein Wort. Dafür werde ich kämpfen. Dafür und dafür das mein Herz und meine Seele wieder die Wärme eines Sonnenstrahls spüren.

 


Panthera Tigris




von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0) - empfehlen
Freitag, 29. mai 2009 5 29 /05 /2009 11:34




Heute schlief ich wesentlich länger als sonst und war trotz langen Schlafens noch total erschöpft, traurig und nach wie vor verzweifelt. Ich kam nur langsam in die Gänge bzw. in den Tag. Mittags zitierte mich meine Ma wieder zum „Zwangs-
Mangiare“. Es gab Schickenröllchen. Sie wußte nicht, daß ich die diese zuletzt gegessen hatte, als ich diese Köstlichkeit für meinen Schatz in seiner Küche zubereitet hatte. Es fiel mir schwer sie zu essen. Einerseits liebte ich dieses Essen andererseits verband mich damit nun eine stechende Erinnerung. Was würde ich dafür geben, nochmal mit ihm an einem Tisch zu sitzen und diese kleinen Dingelchen wegzuschnabbulieren… ihn kulinarisch nochmal zu verwöhnen. Es gab so vieles, was ich noch so an Ideen hatte, um ihn eine Freude zu machen. So viele schöne Sachen…



Drama Baby
Mit gemischtem Bauchgefühl fuhr ich dann wieder nach Hause und hängte mich wieder vor meinen PC. Irgendwie kriege ich noch immer nicht wirklich die Kurve um meinen Alltag zu bewältigen. Später klingelte dann bei mir das Telefon und meine Physiotherapeutin in Spe rief mich an zwecks Terminvereinbarung. Meine Ma war so lieb und hatte hier was angeleiert. Dann hatte ich mal wieder Spaß mit der Telekom und mußte erfahren, daß mein Noch-Ehemann noch immer Zugriff auf meinen Internetzugang hat. Ich frage mich echt, wie ein Unternehmen wie die Telekom existieren kann, wenn nicht einmal die einfachsten Vertragsübernahmen zu funktionieren scheinen. Auf Grund der Info von der Telekom, war ich gezwungen mich mit meinem Noch-Ehemann auseinanderzusetzen, der erst wieder heuchlerisches Blabla von sich gab und es dann auch noch schaffte, mich innerhalb von wenigen Minuten wieder so weit zu bringen, daß ich einen Nervenzusammenbruch hatte. Er weiß genau, wie er das anstellt, aber mein lieber Freund, das wird eines Tages alles auf dich zurückfallen und zwar doppelt und dreifach. Nicht das ich dafür sorge, aber es gibt überall einen Ausgleich und du hast Dein Guthabenkonto schon sehr stark in den Dispo gezogen diesbezüglich. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken…. Nach einiger Zeit erholte ich mich dann von dem ganzen Mist.



Deleted
Mein Schatzi war plötzlich zugegen. Nein, leider nicht real, sondern nur virtuell. Er hatte sich eingeloggt. Mein Herz klopfte. Es war schon verrückt. Ich wurde schlagartig müde – es war, als ob einer einen Knopf ausgeknippst hatte bei mir. Das war wohl die Folge von dem ganzen Nervenstress, den ich heute schon wieder hatte. Es war nicht anders zu erwarten, daß ich wieder weinte. Trotzdem harrte ich am PC aus. Ich löschte dann noch alle Email-Accounts meines Noch-Ehemanns, die ich ja nicht mehr brauchte, es war ja immerhin jetzt mein Account (der von der Telekom) und so zog sich der Abend heute wie Kaugummi. Ich war zwar müde, konnte aber auch nicht die Ruhe für einen Schlafen finden. Ich stellte wieder mal fest, wie sehr ich meinen Schatz und alles was mit ihm in Zusammenhang stand, vermisste.


Panthera Tigris


von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0) - empfehlen
Donnerstag, 28. mai 2009 4 28 /05 /2009 20:00





Mein Arm tastete sich suchend im Bett herum… ich spürte wie er etwas ertastete. Ich besinnte mich kurz, sofern das im Halbschlaf möglich ist, und konnte dann unterscheiden, ob es der Oberkörper von meinem Schatz war, den ich glaubte zu ertasten oder schlichtweg mein grünes großes Stoffkrokodil, welches mir nun seit rund 40 Tagen Gesellschaft leistete. Bevor ich noch großartig in Tränen ausbrach, denn die Sehnsucht war nach wie vor präsent, stand ich schnell auf und ging ins Bad.



Noch einen oben drauf
Später fand ich eine Email von meinem Schatz, in der er mir nochmal kurz schilderte, was wohl zwischen ihm und meinem besten Kumpel an Mailverkehr gelaufen ist. Es tat gut, etwas zu lesen was von ihm kam – es war egal was er schrieb – es war von ihm…  Ich las seine mehrmals – immer und immer wieder. Löste mich aber irgendwann davon und ging zum „Tagesgeschäft“ über. Ich wollte mich nochmal bei der Zeitarbeitsfirma melden, bei der ich über längere Zeit gearbeitete hatte. Ich hatte einen sehr sehr guten Draht zu der Niederlassungsleiterin, die immer sehr mütterlich und bemüht war. Eine tolle Frau. Ich wurde gar nicht erst zu ihr verbunden sondern landete erst beim Empfang und dann bei der anderen Kollegin von der Niederlassungsleiterin. Man sagte mir, daß sie nicht mehr für die Firma tätig sei. Ich war geschockt und hörte den imaginären Knall der Tür, die soeben ins Schloss gefallen war. Irgendwie war nun auch mein letzter Anker in Sachen Vitamin B bezogen auf Job abhanden gekommen. Ich war verständlicherweise geschockt. Es kam immernoch etwas dazu. Noch immer schien das nicht zu reichen, was ich nun bald schon ein halbes Jahr durchmachen muß.



Angriff der Lebensmittel
Ich kultivierte mich zur Ablenkung und fuhr dann mit meiner Ma einkaufen. Vorher fuhren wir noch an einer Werkstatt vorbei und ich fragte an, ob ich mein kleines krankes Auto mal vorbeibringen kann und hoffte darauf, daß das nicht so teuer werden würde. „Ja, wir schau mal drüber“… Ich würde den Wagen dann in den nächsten Tagen dort abstellen, damit mal gecheckt werden kann, was da so an Kosten auf mich zukommt. Später im Supermarkt war wieder das übliche Szenario, was ich so hasste in letzter Zeit. Es war, als ob mich sämtliche Lebensmittel anbrüllten. Sie brüllten mir die schönen Erinnerungen entgegen – die jetzt nur noch schmerzten. Es war wie ein Vorwurf „Hallo Panthera, erinnerst Du Dich an uns? Wir sinds, die Garnelen, die Dein Schatz immer so gerne gemacht hat um Dich zu verwöhnen… und jetzt? Was ist jetzt? Du bist schuld…!!!“ – Ähnliche Sprüche mußte ich mir von den Zucchini, vom Radler, von den Tomaten, von den Kinder-Countrys und dem Frühstücksspeck anhören….  Wenn mir mal jemand erzählt hätte, daß ich so sensibel auf Kleinigkeiten reagiere – dem hätte ich n Vogel gezeigt. Aber das ist nunmal das Ergebnis einer Beziehung, die sehr intensiv ge- und erlebt wurde… von mir… und vielleicht auch von meinem Schatz.



Klinik-Tour
Als ich wieder daheim war, räumte ich meine Einkäufe, waren ja eh nicht viel, auf und schrieb noch etwas an meinem Blog weiter. Dann fiel mir ein, daß nicht nur ich Futter brauchte, sondern meine Birdies auch mal wieder ihre Reserven aufgefuttert hatten. Also orderte ich mal wieder 6 kg Futter. Danach machte ich mich erneut auf den Weg zu meiner Ma, denn heute war wieder Klinik-Besuch angesagt. Meine Schwester war mittlerweile so weit in der Genesung, daß sie nun ganz kurz selbständig vom Rollstuhl aufstehen konnte. Auch konnte sie ihre Schuhe selbst zuschnüren. Sie klagte etwas über Kopfweh, was natürlich klar war, denn noch immer fehlte ihr ein Teil vom Schädel, der ja operativ entfernt wurde, damit der Hirndruck nachließ.



Please, don't leave me...
Später befand ich mich dann wieder daheim – vorm PC und loggte mich in unserer Community ein, wo mein Schatz und ich uns kennengelernt haben. Mir wurde heiß und kalt, mein Herz klopfte bis zum Hals und mir schnürrte es den Magen zu. Mein Herz raste. Mein Schatz war ebenfalls online. Ich loggte mich schnell wieder aus. Bescheuert, aber das einzige, was mich wohl wieder runtergebracht hat in diesem Moment. Es war fast das gleiche Herzklopfen welches ich hatte, als ich damals die Treppen bei meinem Schatz hochgegangen bin und er plötzlich in seiner Tür stand und mich anlächelte. Er! Der Mann mit den tollen Augen, mit den sinnlichen Lippen, dem tollen Body und dem Wesen, welches ich so liebte. Der Mann, der den Schalk im Nacken sitzen hat, der nie ganz erwachsen sein wird und den ich dafür – und für viele anderen Sachen – so sehr liebe… liebte…. Liebe…



Memories
Manche Sachen sollte man einfach nicht machen. Z.B. das Handy nach Sprachaufzeichnungen durchforsten. Ich fand die Aufzeichnung, die ich meinem Schatzi ganz am Anfang – noch bevor wir das erste mal telefoniert hatten, geschickt habe. Er wollte ja unbedingt mit mir telefonieren – ich war damals aber wirklich sehr zurückhaltend was das anging. Nunja… so nahm ich diesen Gute-Nachtgruß auf: Nite Nite  - and don’t let the bed bugs bite… - er war hin und weg…. Auch hatte er dieses Voice-Teil auf seinen Rechner geladen, der jedes mal, wenn er die Kiste ausmachte, diesen Spruch abspielte…. Ja… da habe ich ihm noch etwas bedeutet…



Karaoke-Nacht der anderen Art
Manchmal gibt es Momente in meinem Leben, da versuche ich mich selbst zu bespaßen. Heute Abend war mal wieder so ein Moment. Ich bin durch Zufall bei Youtube auf Karaoke-Versionen einiger Songs gestoßen und hatte zeitgleich mit meinem besten Kumpel telefoniert. Er arbeitete parallel an seinen Fotos weiter. Ich hingegen gab alles. Stimmlich – nicht schön, aber laut und voller Inbrunst. Kurzum, ich veranstaltete eine Art Karaoke-Session. Mein einziger Zuhörer – mein bester Kumpel. Der ärmste, was der alles ertragen mußte… egal ob Oldi, Schlager oder Rock-Song. Alles was ich irgendwie kannte und für mich singbar erschien, krächzte ich an diesem Abend… Ich glaube, mein Schatz hätte richtig Spaß an mir gehabt. Es war eine super Ablenkung und machte ordentlich müde und somit war das Nachdenkproblem inkl. Tränen etwas weniger problematisch an diesem Abend.

 

 


Panthera Tigris



 

von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0) - empfehlen
Mittwoch, 27. mai 2009 3 27 /05 /2009 19:29




Müde blinzelte ich an diesem Morgen durch das Fenster in meinem Schlafzimmer. Wieder war die Nacht herum und ich verspürte auch diesen Morgen das, was ich nicht mehr spüren wollte. Die Sehnsucht nach meinem Schatz. Ich hatte die Bilderslideshow zwischenzeitlich komplett vollendet und machte mir meinen morgendlichen Kaffee und schaute mir mein Werk nochmals an. Ich weiß, ich hätte mir diese Selbstkasteiung ersparen sollen, aber so wußte ich nach wie vor, wie ich zu ihm stehe. Ein rationell denkender Mensch würde wohl alles aus seinem Leben löschen, was mit dieser Traurigkeit und Sehnsucht zusammen hängt. Aber was bringt mir das Löschen und Eleminieren, wenn die Gefühle und Erinnerungen immer wieder aufkeimen? So einfach war das eben nicht.



Nerviges

Damit ich wieder ein wenig zurück in die Realität finde, tat ich mir mal wieder das Vergnügen mit der Telekom zu telefonieren an. Es ging darum, daß ein von meinem Konto abgebuchter Betrag wieder zurück gebucht wird, da nicht ich zu dem Zeitpunkt der Kostentstehung Vertragspartner war, sondern mein Noch-Ehemann. Man werde sich darum kümmern. Oder auch nicht, wie ich später erfahren sollte.



Kompliziertes

Dann fand etwas statt, was mich auf der einen Seite glücklich machte, auf der anderen Seite aber auch traurig. Ein Telefonat mit meinem Schatz. Das Gespräch war nicht wirklich glücklich und er meinte irgendwann, ich soll ihn nicht beschimpfen… Ich war geschockt, denn ich habe ihn nicht beschimpft. Wie kam er darauf? Ich blieb mit liebevoller und ruhiger Stimme in der Leitung und erklärte ihm nochmals alles. Ich erfuhr, etwas, was mich sehr belastete und zwar,  daß ich mir öfters eine Auszeit nehme, hatte meine Ma wohl zu ihm gesagt…. Sicherlich ist das hier auch wieder so ein Missverständnis, denn ich kann mir vorstellen, daß sie meinte, daß ich mich schon öfter mal nicht jeden Tag gemeldet hatte. Was er ja genauso handhabte. Ich machte mir früher mal Sorgen um ihn, weil er sich nicht gemeldet hatte und rief damals seine Ma an. Nein, ich wollte nicht hinterherspionieren – warum sollte ich? Ich hatte mir nur Sorgen gemacht, weil ich zum damaligen Zeitpunkt noch nicht wirklich viel über ihn wußte. Später sprach ich meine Ma  auf diese Aussage an und es war tatsächlich so. Aber klar, mein Schatz dachte dann halt, nachdem ich ihm sagte, ich habe mir so eine Auszeit noch nie genommen, daß ich ihn schon wieder mal anlüge, weil meine Ma eben etwas anderes gesagt hat. Das ist einfach nur noch unfair – er bildet seine Meinung über mich, ohne mit der Person darüber zu reden, die es wirklich und am ärgsten betrifft – nämlich mich.… himmel – warum sind die noch so kleinsten Sachen einfach gegen mich? Ich sagte ihm noch, daß ja bald die Freibäder aufmachen und er dann wieder fleißig schwimmen gehen soll… er seine Familie grüßen soll und auch seine Ex-Freundin. Ich sprach ihn auf die Karte an, die er mir schenken wollte, die ich dann in seinem Büro zufällig gesehen hatte, weil sie so offen herumlag und er damals enttäuscht war, daß ich sie gesehen hatte, weil er mich damit überraschen wollte. Diese Karte habe ich nie bekommen. Dann ging es um die Geschenke von seiner Ex-Freundin und er sagte, daß er immer gesagt hat, daß die Geschenke von Silvia waren – ja – aber wie sollte ich ihm sagen, daß ich von einem Mann ein Geschenk bekomme, den er ja gar nicht kannte. Das hätte nach Affäre ausgesehen…und da das nicht stimmte, hatte ich Angst, daß er das eben denken könnte. Ich wollte ihm noch das mit der Mail sagen, die mein Kumpel erst so urspät gelesen hatte… aber ich kam nicht mehr dazu. Mein Schatzi unterbrach mich und ich bat ihn immer wieder, daß er mich doch ausreden lassen soll, mir war es so wichtig, ihm das zu sagen, daß er mir zuhört…



Paradoxes

Paradoxerweise gibt es hier wohl auch eine Doppelmoral, die mich sehr traurig macht. Ich bekam einen Anhänger mit einer Symbolik „die Ziele zu erreichen“. Die Geschenke die er von seiner Ex-Freundin bekam waren ein Kissen, Herzchen,… Herzchen?! Klar es stand Friends drauf. Aber das könnte ich, wenn ich böswillig und gemein wäre, auch als Tarnung deuten. Oder das Kissen? Kissen steht für Schlafen. Schlafen… = Schlafzimmer = intimer Bereich. Was habe ich gemacht? Ich habe mich für meinen Schatz gefreut, daß er Aufmerksamkeiten bekommen hat. Und im Bezug auf den Anhänger den ich von Peter bekommen hatte, und um mal ganz ehrlich und realistisch zu sein, ich kann doch nichts dafür, wenn er sich auch noch den gleichen Anhänger zugelegt hat, den ich habe um damit eine vermeintliche, wohlgemerkt von ihm aus einseitige, Verbundenheit hineininterpretiert. Für mich stand es lediglich dafür meine (wohl zu hoch gesteckten) Ziele zu erreichen: Job finden, Scheidung hinter mich bringen und mit meinem Schatz glücklich werden. Peter hat als Alkoholiker auch Ziele, die ebenfalls hochgesteckt sind – nämlich mit seiner Sucht klarzukommen um mit seinen 3 Kindern und 2 Hunden ein Leben führen zu können. Aber damit hatte ich nichts zu tun. Das war sein Ding und nicht meins.



Realistisches

Später beschäftigte ich mich dann wieder mit meinem Blog – noch immer hänge ich mit meinen Artikeln hinterher. Dann telefonierte ich wieder mal und auch vor der Glotze nahm ich wieder mal Platz, bis ich irgendwann genervt in den Keller stürmte, wo die Waschmaschine lief. Merkwürdigerweise pfeift es neuerdings immer, wenn irgendwo warmes Wasser rausgezogen wird aus der Leitung. Ein ekeliger Dauerpfeifton. Nachdem das nervende Ding Ruhe gab, kroch ich dann müde und traurig in mein Bettchen. Mein Stoffkrokodil verbog ich dann so um mich herum, daß es mich „in den Arm“ nahm. Ja… so sieht sie aus. Meine Welt aus Missverständnissen, pfeiffenden Waschmaschinen und Stoffkrokos.



Panthera Tigris


 

von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0) - empfehlen
Dienstag, 26. mai 2009 2 26 /05 /2009 17:48




Heute wachte ich wieder sehr früh auf und hatte wie immer diese Gedanken und diese Traurigkeit in mir. Das bin nicht mehr ich. Mit geschlossenen Augen legte ich meine Hand auf die Nachbarseite im Bett. Sie griff ins Leere. Ich öffnete meine Augen und realisierte … er ist fort… ich kneifte meine Augen zusammen, wälzte mich umher und wünschte mir inständig, daß das endlich aufhört…. Da lag ich nun. Zerbrochen an einem Mann, der mir alles gab und alles nahm.



we'll do it all
Irgendwann stand ich auf und schaltete meinen PC an, kochte mir meine Kaffee und wurde langsam wach. Meinen besten Kumpel aus dem hohen Norden rief ich dann an. Ich weckte ihn – aber er hatte mir grünes Licht gegeben, daß ich immer zu jeder Tag- und Nachtzeit anrufen kann, wenn mir danach ist. Ich schilderte ihm meine Gefühlswelt…



Let's waste time
Ich beschloss dann, daß ich eine kleine Flucht anstelle. Ich mußte raus. Einfach raus. Ich buchte mir im Internet ein Bahnticket – obwohl es finanziell echt nicht drin war – aber das war mir jetzt egal. Was hatte ich schon zu verlieren? Würzburg sollte mein Ziel sein. Einfach so. Jetzt war ich sozusagen gezwungen, aktiv zu werden, denn sonst hätte ich 30 Euro aus dem Fenster geworfen. Eigentlich wollte ich mit dem Regionalzug fahren, aber da wäre ich viel zu lange unterwegs gewesen. Schätzomativ 2-3 Stunden. Das wollte ich mir ersparen – also gabs statt dem 20 Euro Single-Ticket für 2 Fahrten eben das ICE-Ticket für 30 Euro pro Fahrt. Vielleicht komme ich ja auch gar nicht mehr zurück. Wer weiß. Das Rückfahrticket habe ich mir aus diesem Grund nicht gekauft.
Bevor ich meinen kleinen Wagen am Parkplatz vom Bahnhof abstellte, holte ich mir noch etwas zu Essen an der Tankstelle. Eine Breze. Ich hatte nämlich ganz vergessen zu frühstücken. Als ich dann so am Bahnsteig stand und auf meinen Zug wartete, mußte ich realisieren, daß wohl der Fußballclub aus der Großstadt in meiner Nähe ein Heimspiel hatte. Zig Fans überfüllten den Zug. Na toll. Ob das wirklich so eine gute Idee war mit der Zugfahrt ins Ungewisse? Ich zweifelte.




I don't quite know
Da ich erst mit der S-Bahn in die City fuhr, mußte ich ergo nochmal umsteigen. So stand ich dann mehr oder weniger verloren am Bahngleis und versuchte zu verstehen, warum mein „Wagen“ nicht auffindbar war. Ich realisierte, daß ich schlichtweg auf dem falschen Gleis stand. Oh weh. Abfahrt „meines“ richtigen Zuges war in 2 Minuten. Ich rannte auf den anderen Bahnsteig und sprang gerade rechtzeitig noch in den Zug. Jetzt suchte ich erstmal meinen Wagen, den ich dann auch fand. Dann meinen reservierten Sitzplatz. Super. Da saß schon jemand. Ich machte höflich darauf aufmerksam, daß ich den Platz reserviert hatte und der Typ der auf meinem Platz saß, motzte herum. Ich sagte ihm, daß wir das gerne mit dem Schaffner klären können. Er räumte motzend das Feld. Dann stellte sich heraus, daß dieser Platz gleich mehrmals schon reserviert war und der Mann scheinbar schon öfters „weggescheucht“ wurde – obwohl er den Platz auch reserviert hatte. Der Schaffner bot mir an, mit in der Lounge Platz zu nehmen – ich lehnte dankend ab. Eine noch blödere Anmache gabs echt nicht mehr… Naja.

 



Would you lie with me and just forget the world?
Als ich in Würzburg ankam, war das Wetter leider nicht mehr ganz so schön und ich beschloss, erstmal ein Café aufzusuchen. Gesagt getan. Ich hockte am Fenster und orderte einen Latte Macchiato. Ich träumte vor mich hin. Teilweise dachte ich, ich sei gar nicht alleine unterwegs, sondern mit meinem Schatz, der nur mal eben ums Eck war…  Das Wetter zog sich weiter zu und es begann zu regnen. Ich beschloss dann meine Tour abzubrechen und einen Zug heimwärts zu nehmen.

 



To find my own
Daheim angekommen war ich ziemlich erledigt. Die Idee war nicht wirklich gut gewesen – aber es war eben ein Versuch. Den restlichen Abend verbrachte ich vorm TV und schlief dann auch prompt auf dem Sofa ein… wie in alten Zeiten bei meinem Schatz, nachdem wir beide unser köstliches Abendessen genossen hatten…

 


Panthera Tigris

 


von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0) - empfehlen

Über diesen Blog

  • : Panthera Tigris und das Geheimnis des Leben
  • Panthera Tigris und das Geheimnis des Leben
  • : Tagebuch Liebe Leben Humor Familie Weblogs
  • : Panthera Tigris, eine Frau im besten Alter, gutaussehend, intelligent mit vielen Talenten und... mit 2 gescheiterten Ehen im Lebenslauf. Sarkastisch spiegelt sie ihr Leben und wie sie selbiges meistert (oder auch nicht) auf die ein oder andere Art wider. Panthera Tigris eine Frau, die nicht nur einmal im Leben ihren Mann stehen mußte.
  • Diesen Blog empfehlen
  • Zurück zur Startseite
  • Kontakt

Kalender

März 2010
M D M D F S S
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 31        
<< < > >>

Feeds

  • RSS feed of articles

Blog erstellen

Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Missbrauch melden