Augen auf – Sehnsuchtspegel rauf auf Maximum und schon haben wir wieder den Normalzustand von Panthera Tigris. Was ich jetzt
brauchte, war wieder sowas wie eine Hardcore-Ablenkung. Ich sprang also unter die Dusche und es funktionierte… zumindest ein wenig. Im großen und ganzen war auch dieser Morgen ein Morgen mit
Startschwierigkeiten. Aber immerhin, die Batterie hatte noch so viel Saft, daß die „Karre“ einigermaßen ansprang.
Klinik-Tour und ein Wiedersehen mit den 4-Beinern
Auch heute fuhr ich mittags zu meiner Ma um dort zu speisen. Danach ging es dann das erste Mal mit den Hunden zur Klinik, in der
meine Schwester derzeit liegt. Meine Ma holte sie vom Zimmer ab. Noch immer war sie im Rollstuhl, und ich wartete derweil mit den 8 Pelzpfötchen außerhalb vom Klinikgelände. Dann kam der
große Moment, in dem meine Schwester nach langer Zeit ihre kleine Mischlingshündin und ihre beste Freundin, meine Hündin, wieder sah. Die Freude war bei allen sehr hoch – nur mit dem
Unterschied, daß wir im Gegensatz zu den Fellnasen kein Jaulkonzert veranstalteten. Später hatte meine Schwester dann noch einen Therapietermin und wir ging in der Ortschaft in einen
Biergarten und warteten dort. Es kam zu ganz leichten Spannungen zwischen meiner Ma und mir. Uns war deutlich die Anspannung der letzten Monate anzumerken und so frötzelte sie etwas herum und
ich reagierte etwas über. Letztendlich wußten wir aber beide warum wir so herumzickten und es war dann auch „ok“. Später gingen wir zurück zu meiner Schwester und wir verabschiedeten uns und
fuhren wieder heimwärts.
Attemps
Als ich daheim war, erwartete mich eine Mail von meinem Schatz in der wieder das Argument auftauchte, daß er Angst hat mit mir zu reden, etc. Ich antwortete ihm mit einer langen Mail und rief
ihn auch auf dem Handy an und erreichte ihn auch. Er hatte gerade geduscht und trocknet sich ab und ich schlug ihm vor, daß ich mich in 5 Minuten wieder melde. In der Zeit hat er dann wohl
meine lange Mail angefangen zu lesen und mir dann per Email gesagt, daß er nun doch nicht mit mir telefonieren möchte, er nicht ans Telefon gehen wird. Er würde sich die Mail gerne in Ruhe
durchlesen. Darüber hinaus war ja auch heute Stammtischabend und er war sozusagen im Zeitstress. Schade, aber ich wäre wohl der letzte Mensch, der hier kein Verständnis zeigen würde. Klar.
Meine Mail läuft ihm ja nicht weg…
No way out
Es dauerte eine Weile und ich spürte, wie sich langsam dieser Druck in mir wieder bemerkbar machte. Der Druck, hilflos zu sein und dieser Schmerz, der damit einhergeht. Ich half dem ab, in
dem ich wieder die Klinge ansetzte. Noch immer der einzige Weg, um die Schmerzen in der Seele nicht mehr zu spüren… wobei es keine Wirkung mehr zeigte… schon lange nicht mehr. Ich hasste mich
dafür, daß ich mich verletzte und ich schwor mir, daß ich das nie wieder tun werde. Ob der Schwur Bestand hat? Vielleicht ja, wenn es mir gelingt, mein gebrochenes Herz zu flicken… aber wo
waren die Bruchstücke hingefallen? Noch immer wußte ich nicht, wie ich das alles wiederfinden sollte. Der Schnitt war nicht tief… nur oberflächlich… und ich bin froh, daß ich die Schnitte
nicht so ansetzte, wie sie in meiner Seele und in meinem Herzen waren… Eines Tages, und das ist jetzt ein Satz für die Menschen, die sich um mich sorgen. Eines Tages schaffe ich das.
Darauf habt ihr mein Wort. Dafür werde ich kämpfen. Dafür und dafür das mein Herz und meine Seele wieder die Wärme eines Sonnenstrahls spüren.
Panthera Tigris
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0) - empfehlen

