Donnerstag, 6. november 2008 4 06 /11 /2008 22:01

Guten Morgen liebe Sorgen
... seid ihr auch schon alle da, habt ihr auch so gut geschlafen, na dann ist ja alles klar. Das ging mir zwar heute morgen nicht als erstes beim Aufwachen durch den Kopf, aber es war etwas ähnliches. Nämlich ein lautes innerliches Schreien, NEIN - tu mir das bitte nicht an!!! Ich war noch nicht wirklich wach und trotzdem packte mich die Angst, daß mein Freund sich zurückzieht und ich nichts dagegen tun kann.


Routine
Routiniert erledigte ich mein morgendliches Pflichtprogamm und fand mich nach kurzer Zeit dann vor meinem PC wieder. Ich schrieb meinem "verschollenem" Freund eine Email, in der ich nochmal liebevoll auf ihn einging. Auch schrieb ich ihm im Online-Portal, wo wir uns ursprünglich kennengelernt haben - ich hoffte, daß er vielleicht zwischenzeitlich geantwortet hatte. Fehlanzeige.


Tröstende Worte & Email für mich
Meine Mutter rief mich an, um sich nach mir und meinem Gesundheitszustand zu erkundigen. Meine Schmerzen im Ohr waren tatsächlich fast weg, aber das dumpfe Gefühl, dieses allgemeine Unwohlsein, waren immernoch zugegen. Als wir so plauderten, erzählte ich ihr vom gestriegen Abend und mir kamen die Tränen. Dann bekam ich eine Email. Mir stockte der Atem und ich las die Zeilen, die von meinem Freund an mich gerichtet waren. Er sei krank, sein Kreislauf spinnt, hat nicht gut geschlafen, Flimmern und Kopfweh. Seit gestern Nachmittag ginge es schon so und als ich ihn versucht hatte zu erreichen, hatte er gerade mit seiner Mutter telefoniert. Danach hatte er seine Telefone runtergedreht, damit er seine Ruhe hat. Dann schrieb er noch, er sei sehr verärgert, ihm ginge es auch nicht gut und er brauch seinen Freifraum. Hätte sogar seine Mutter am Telefon angeschnauzt, weil seine Nerven blank liegen. Ein kurzes Sorry, ich möchte nichts mehr schreiben, ich sehe fast nichts, beendete die Mail.


Autsch
Ich fühlte mich wie vor den Kopf geschlagen - nein, eher getreten. Da geht es meinem Schatz nicht gut und statt davon zu erfahren um ihm beistehen zu können - sei es nur aus der Ferne - kommt eine Mail, die ich mir doch sehr zu Herzen nehme und ich wieder mal mir die Schuld gebe bzw. danach suche, was ich falsch gemacht haben könnte. Dieses "mir geht es auch nicht gut", kam so rüber, als müßte ich ein schlechtes Gewissen haben, daß ich a) eine Mittelohrentzündung habe und b) nunmal in einer schweren Lebenslage irgendwie zurecht kommen muß.


Feedback
Natürlich hätte ich ihn mir am liebsten mal vorgeknöpft und ihn gefragt, was er sich dabei denkt, so mit meinen Gefühlen zu spielen, mich in Unwissenheit fast verrückt werden zu lassen und mich dann auch noch so zu überfahren mit seiner Email. Aber das war mein anderes ich. Das ich, was das Sagen hat, schrieb eine liebevolle Email, daß es mir leid tut, daß es ihm nicht gut geht und er sich auskurieren soll. Er sich bei mir melden soll, wenn ich ihm etwas gutes tun kann oder ihm einfach danach ist. "Ich bin in Gedanken bei Dir" "Gute Besserung" und ein virtuelles Küsschen folgten. Das war alles, was ich ihm schrieb - Ich habe panische Angst, etwas falsches zu schreiben, was ihn noch mehr verärgern könnte. Klar, ich möchte auch meinen Kummer loswerden. Aber die Angst, daß er mir dann böse ist, ist einfach so groß geworden.


Mütter-Ratschläge
Ich versuchte dann seine Mutter zu erreichen - irgendwie wußte ich nicht wirklich, was ich sagen sollte, ich erzählte ihr kurz, daß es ihm nicht so gut geht und er sich zurückzieht. "Wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein, erzwinge nichts..." Ich verstehe mich sehr sehr gut mit seiner Mutter, überhaupt mit seiner Familie. Es war für mich zumindest schon mal ein kleiner Trost in meiner Situation, die derzeit nur noch aus Verlustängsten besteht.


Beschäftigungstherapie
Den restlichen Tag verbrachte ich damit, daß ich mich einem meiner Hobbies widmete - nicht aus Leidenschaft, eher aus Verzweifelung und Ablenkung. Ich stürzte mich in die Bildbearbeitung mit dem Thema, aus einem Foto ein Öl-Gemälde zu basteln. Nach stundenlanger Arbeit war mein Werk dann fertig. Munter verteilte ich es an meine Mutter, meine Schwester und an meinen besten Freund in Hamburg.


Abendstimmung
Nun ist es wieder dunkel draußen und diese Einsamkeit kriecht hervor. Mein Noch-Ehemann hat heute auch nicht angerufen. Er weiß doch, daß ich krank bin. Gestern hatte er noch angerufen um mir zu sagen, daß noch eine Rechnung offen ist. Heute. Kein Mucks. Ich hänge irgendwie noch an ihm - irgendwie aber auch nicht, gerade weil ich durch meinen Seelenpartner erfahren habe, was Liebe eigentlich heißt, obwohl momentan mehr Kummer zwischen uns ist als alles andere. Wie passend, denn mindestens genauso viel Kummer habe ich mit meinem Noch-Ehemann. Zwar auf anderer Ebene, aber Kummer ist letztendlich Kummer. Er frißt bzw. läßt mich eben nicht "fressen". Mit Mühe und Not habe ich heute 1 Kloß & Soß von gestern gegessen und abends 2 Scheiben Brot.


Aussichten
Was wird mir der restliche Abend noch bringen? Nicht viel, außer Gedanken, wie ich alles besser machen kann, wie ich den Mann, den ich so sehr und innig liebe, zu verstehen geben kann, daß ich für ihn da bin, ich aber genauso seine Nähe und Liebe brauche.


Panthera Tigris


Ereignisse aus dem öffentlichen Leben:
Hessen darf sich auf Neuwahlen freuen. SPD & CDU sprechen sich für die Auflösung des Landtags aus. Schön, wie die Politiker mal wieder mit unseren Geldern umgehen, denn auch Neuwahlen kosten Geld.


  Ein Test, was ich für Liebe tun würde:

 

You Would Do Most Things For Love

You are willing to go pretty far for love - but not far enough to compromise your core values.
Love is a priority for you, and you'll go further than most people to hold on to someone you love.
But killing for love? Or even taking a bullet? Probably out of the question.
No matter what, you love yourself the most!


Übersetzung:

Du machst fast alles für die Liebe

Du bist bereit  für die Liebe ziemlich weit  zu gehen - aber nicht so weit, daß die eigenen Kernwerte  bloßgestellt werden. Liebe hat für Dich eine hohe Priorität und Du gehst weiter als manch anderer gehen würde für den Menschen den er liebt. Aber für die Liebe töten? Oder gar eine Gewehrkugel abfangen? Definitiv steht dieses außer Frage. Was auch immer, Du liebst Dich selbst am meisten.


von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
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Mittwoch, 5. november 2008 3 05 /11 /2008 23:42

Die Feststellung
Als ich heute Morgen die Augen aufmachte, war mir klar, daß dieser Tag nicht so wird, wie der gestrige. Der Grund hierfür war nicht die traurige Tatsache, daß ich wieder mal alleine in meinem Bett aufwache oder mich nicht auf meinen Büroalltag freuen (oder mich darüber ärgern) konnte, sondern der Schmerz in meinem linken Ohr. Jeder Pulsschlag, jeder Versuch des Gähnens, jedes Aufstoßen begleitet von einem stechenden Schmerz. Ein Blick auf die Uhr. 6.00 Uhr. Ich schob mich müde und verschmerzt aus meinem Bett. Kurz darauf rief ich bei meiner Mutter an - einfach um nicht alleine zu sein mit meiner Situation. Vielleicht auch um ein tröstendes Wort zu erhaschen. Stattdessen erhaschte ich den Anrufbeantworter.


Der Termin
Natürlich stand für mich fest, daß ich irgendwie zum HNO muß. Mit Ohrenschmerzen ist nicht zu spaßen, zumal ich im August einen Hörsturz hatte und das war ebenfalls sehr unspaßig. Bevor ich allerdings einen Termin bekam, mußte erstmal ein Schmerzmittel den Schmerz betäuben, der mich quälte, bevor ich dann endlich in die Praxis in den Nachbarort fuhr. Der Parkplatzgott hatte heute seinen guten Tag, denn genau vor der Eingangstür fand ich einen Parkplatz. Der Praxisgott hingegen war mir nicht so zugeneigt, denn in Form der Arzthelferin warf er mir ein Problem auf den Weg. Die Praxisgebühr, die ich bereits gezahlt hatte für das aktuelle Quartal, sollte ich erneut entrichten - trotz Beleg vom anderen Arzt. Glücklicherweise hatte ich noch 10 Euro dabei - sonst hätte ich wieder heimfahren können, denn ich wollte nicht unbedingt am bankfremden EC-Automaten Geld abheben und hierfür 5 Euro Gebühr bezahlen.

Nach unendlich langer Wartezeit - trotz Termin, fand ich mich auf dem Behandlungsstuhl des HNO's wieder. Dieser erzählte mir dann das, was ich schon wußte bzw. vermutet hatte. Mittelohrentzündung. Freudig schoß mir der Arzt dann ein Nasenspray durch meine Nase und bemerkte dann nebenbei, daß mein rechter Nasengang ungewöhnlich eng ist. Juhu... Damit werde ich jetzt bestimmt berühmt. Das Nasenspray wirkte und ich wartete. Erneuter Blick in die geheimnisvolle Nasen und Ohrenwelt. "Sagen Sie mal Kuckuck". Brav sagte ich Kuckuck und schon wurde mir eine Ladung Druckluft durch die Nüstern geschossen. Das was der Doc machen konnte, war nun erledigt und ich verließ die Praxis gedoped und durchgepustet mit einem Rezept in der Hand.


Was kostet die Welt
Natürlich bin ich daran interessiert, daß mein Gehörgang schnellstmöglich fit wird. Also löste ich brav meinen Medikamenten-Zettel ein. Ein Nasenspray (wie ich diese Dinger hasse) und noch ein weiteres Medikament. Das Ganze zum Schleuderpreis von nur  20 €. 20 € !!!! Plus die Praxisgebühr = 30 Euro für was? Ok. Für die baldige Genesung.


Der Rücklichtgott
Als ich zu meinem Auto kam, es via Fernbedienung öffnete, mußte ich feststellen, daß mein linkes Rücklicht keinen Mucks mehr machte. Auch das noch! Ich rupfte die Verkleidung im Kofferraum raus um laienhaft an den Kabel zu wackeln. Nichts. Ich hoffte inständig, daß mich auf meinem Heimweg keine Streife anhält. Glück gehabt. Bevor ich jedoch heim fuhr, kehrte ich, weil es auf dem Weg liegt und ich zum Essen eingeladen war, bei meiner Mutter und meiner Schwester ein. Um noch einmal sicher zu sein, daß der Scheinwerfer nun geht oder nicht, ließ ich das Licht brennen und stieg aus und ging um mein Vehicle herum. Nichts. Kein Glimmen, kein Leuchten. Wut packte mich und ich haute meinem Auto sozusagen einen auf den Hintern (Hintern = Rücklicht) - und siehe da, es ging wieder. Zufrieden, zumindest über das nun wieder funktionierende Rücklicht, stapfte ich zu meinem Mittagessen.


Kloß mit Soß
Zu meiner Freude gab es nicht nur eine herzliche Begrüßung meiner Mutter, meines Hundes und vom Hund meiner Schwester, sondern eins meiner Leibspeisen. Kloß mit Soß. Wobei die Soß noch Pilze enthielt, was sich natürlich als Überschrift nicht so gut reimt. Ich erzählte meiner Mutter von den bisherigen Erlebnissen des Tages und auch sie fand es etwas suspekt, daß ich die 10 Euro nochmal zahlen mußte. Kurzerhand steckte sie mir einen Ausgleich zu. So sind Mütter. Selbstlos und einfach für einen da.


Ernüchterung
Mit gefülltem Bauch fuhr ich heimwärts. Mein Rücklicht immernoch funktionstüchtig. Als erstes schaltete ich meinen PC an um nachzusehen, ob es News gab. News bezüglich Bewerbungen, News von meinem Freund, meinem Seelenpartner. Bezüglich Bewerbungen schlugen mir 2 Absagen auf den Magen. Auch das mir mein Freund klargemacht hat, daß er das kommende Wochenende alleine verbringen möchte, machte mich traurig. Er wohnt ca. 75 km entfernt und wir sehen uns nur am Wochenende. Ich mache zur Zeit eine sehr schwere Zeit durch und somit bin ich anfälliger für alles, was mich von dem trennt, was mir wichtig ist. Von dem Menschen, den ich liebe.


Autsch
Zaghaft schrieb er via Mail, daß er mir das gestern schon am Telefon hätte sagen wollen, aber zu müde war und noch immer Probleme hat damit, die richtigen Worte zu finden. Auch ich habe Probleme damit, wenn man mich auslädt. Zurückgesetzt, unverstanden, abgelegt, nutzlos... Alles Quatsch sagt der Verstand. Das Herz aber schreit nach warum? Hab ich was falsch gemacht? Ist er böse auf mich? Kurz mailte ich ihm, wie es mir beim Doc ergangen ist und wie die Diagnose lautete. Unwichtiges Zeug. Keine Antwort. Traurig verkrümmelte ich mich auf das Sofa im Erdgeschoss des Hauses, in dem ich derzeit noch wohne. Emotionen, Gedanken. Diese Kombination brachte mich zum Weinen und ich weinte mich in den Schlaf.


Erwachen
Es klingelte aufdringlich und riss mich aus meinem Tränenschlaf. Das Telefon. Ich hatte meinem anderen Arzt auf Band gesprochen, daß es Probleme mit der Quittung gab und ich eine Überweisung bräuchte und er rief mich nun zurück um mir zu sagen, daß alles ok ist mit dem Beleg und die Arzthelferin scheinbar keine Ahnung hat. Gut zu wissen, daß ich mir die 10 Euro nun beim nächsten Termin wieder holen kann und die Damen an die Kassenärztliche Vereinigung verweisen kann, wenn sie rumzicken sollte.


Besuch
Gestern hatte ich mit einem neuen Bekannten ausgemacht, daß wir fotografieren gehen, wenn das Wetter hält. Nun kam mir ja mein Ohr-Ding dazwischen und ich hatte vorsorglich abgesagt. Also zog dieser Bekannte (ich möchte ihn noch nicht zum Freundeskreis zählen, daß braucht Zeit) mit seiner Kamera alleine los. Nichts desto trotz versuchte ich ihm kurz auf Handy die Info zu hinterlassen, daß ich daheim bin und wir uns vielleicht doch noch treffen könnten. Zwar nicht zum Fotografieren, aber vielleicht zum Plaudern. Wenn man den ganzen Tag nicht wirklich realen Kontakt mit Menschen hat, ist irgendwann der Wunsch nach realen Gesprächspartnern unendlich groß. Am späten Nachmittag kam er dann vorbei und wir plauderten eine ganze Weile. Probleme und Ansichten wurden ausgetauscht und die Zeit verging kurzweilig. Ein netter Besuch, den man sich wünscht - besonders, weil er mir noch einen halben Laib Brot da gelassen hat. Warum ich mich darüber so gefreut habe? Das wird später sicherlich noch deutlich werden.


Gefühlschaos und Verzweifelung
Da heute mein Serien-Abend ist, endete der Besuch pünktlich zum Serien-Beginn. Allerdings konnte ich mich nicht lange konzentrieren, denn ich versuchte noch immer irgendwie meinen Freund zu erreichen. Ich wählte die Nummer und es war besetzt. Schon mal ein gutes Zeichen. Er ist daheim. Bei der nächsten Werbepause versuchte ich es wieder und es war immer noch besetzt. Auch gut. Dann ist er ja immernoch da. Die darauffolgende Pause nutzte ich dann wieder um ihn zu erreichen. Freizeichen. Schatz, gleich höre ich Deine Stimme wieder, wie schön. Statt seiner Stimme hörte ich nur dieses monotone Freizeichen. Nichts. Ok. Dann ist er unterwegs. Flux wählte ich die Handy-Nummer. Auch nichts. Wieder Festnetz. Das ging dann eine Weile so und ich brach dann in Tränen aus. Für mich sieht es freilich so aus, als würde er mit anderen stundenlang telefonieren können und wenn er meine Nummer im Display sieht. Hat es etwas mit dem nicht sehen wollen am Wochenende zu tun? Was ist denn nur los? Habe ich etwas falsches geschrieben? In meiner Verzweifelung und Suche nach einer Antwort, rief ich meinen besten Freund (bester Freund = definierter bester Kumpel) im hohen Norden an. Er versuchte mich, die ich zwischenzeitlich in Tränen ausgebrochen bin, zu beruhigen. Nichts zu machen. Die Gedanken überschlugen sich. Was ist los? Angst. Panische Angst, daß er Schluß macht. Bitte nicht jetzt. Ich liebe ihn, brauche ihn. Alles gut Zureden half nichts. Erst meine Kopfschmerzen, wahrscheinlich das zur Mittelohrentzündung gehörige Fieber, bremsten meine zerfleischenden Selbsthassgedanken. Warum ich gleich so krasse Gedanken habe? Verlustangst und die Tatsache, daß er seine Freiheit mehr braucht, als es für meine Begrifflichkeit üblich ist. Verkrüppeltes Selbstwertgefühl meinerseits und Signale, die ich falsch deute.


Lichtblick
Zwar konnte mich mein Kumpel aus dem hohen Norden nicht wirklich trösten, aber ich fand noch jemand anderen, der mir evtl. helfen konnte, Licht ins Dunkle zu bringen. Der Studienkollege von meinem Schatz war gerade online und so nahm ich meinen Mut zusammen und schrieb ihm eine kurze Mail. Bitte hilf mir. Versuch bitte ihn zu erreichen, aber so, daß er nicht weiß, daß ich dahinter stecke. Ich möchte einfach nur wissen, ob er ans Telefon geht oder nicht. Gesagt getan. Mail abgeschickt und dieser Studienkollege, den ich auch persönlich kenne und er von der Liebe meines Lebens weiß, tat mir den Gefallen und rief unter einem Vorwand bei meinem Schatz an. Ebenfalls erfolglos. Nun bin ich zumindest etwas beruhigt, daß es nicht generell gegen mich ist, daß er nicht ans Telefon geht. Aber die Traurigkeit bleibt. Das Gefühl, daß der Mensch, den ich so sehr liebe, sich zurückzieht und mich mit meinem Emotionschaos alleine läßt. Und dabei liebe ich ihn, egal ob er mich sehen will oder nicht. Aber wie soll ich ihm das so zu verstehen geben, daß er weder Angst um seine Freiheit noch sonstige Befürchtungen haben muß.

Ich hoffe inständig, daß er meine letzte Email morgen beantwortet, in der steht, daß er mir doch bitte sagen soll, was los ist, daß ich ihn versucht habe zu erreichen, erst besetzt war, dann nicht zu erreichen, egal ob Festnetz oder Handy. Es mich traurig macht, wenn er Zeit hat mit Anderen länger zu telefonieren (was ja eigentlich auch ok ist) und ich ihn nicht erreichen kann (was dann nicht ok ist und schnell falsch verstanden werden kann). Ich liebe ihn doch...



Panthera Tigris


Ereignisse aus dem öffentlichen Leben:
USA wählt den 1. schwarzen Präsidenten, den Republikaner Obama.


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Dienstag, 4. november 2008 2 04 /11 /2008 20:20

Es hat eine Weile gedauert, wie und vorallem wo ich meine Gedanken niederschreiben kann,
ohne das gleich mein "Ich" objektiv wird. Warum ich mir darüber Gedanken mache?
Nun, ich möchte hier einen Blog - meinen - Blog starten.


Ehrlich und realistisch. So, wie das Leben ist.
Ehrlich, wenn auch nicht immer einfach,
aber eben realistisch.


Es werden viele Erinnerungen und Ereignisse aus meinem Leben ihren Weg hierher finden.
Mal als Rückblende, mal als aktuelles Ereignis, mal als Zukunftsvision.


Zum Schutz der beteiligten Personen, wurden & werden die Namen, etc. geändert.
Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind somit zufällig.


Diesen Blog möchte ich meiner Wegbegleiterin, meiner Mutter, widmen und Ihr Danke sagen.
Für all das, was sie mich gelehrt hat und wovor sie mich gewarnt hat.
Für ihren Beistand, wenn ich ihre Warnungen in den Wind schlug
und die Konsequenzen ausbaden mußte.


Danke für die Begleitung auf dem holprigen
und nicht leichten Weg durch mein Leben.



Panthera Tigris
Ein Blog über das Leben einer Frau,
die nicht nur einmal ihren Mann stehen mußte.




von Panthera Tigris - veröffentlicht in: Einstieg
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