Dienstag, 2. juni 2009 2 02 /06 /2009 18:21


 

Heute wachte ich um Punkt 6 Uhr auf – Ich drehte und wälzte mich. Mein Unterarm schmerzt höllisch. Die Schnitte. Es blieb nicht wie geplant bei einem oberflächlichen. Ich sehne mich nach meinem Schatz. Kann noch immer nicht begreifen und verstehen – selbst nach dieser langen Zeit. Ich rief in meiner Hilflosigkeit bei meinem Schatz auf dem Handy an. Anfangs ist das Gespräch ok und es tut gut, seine Stimme zu hören. Dann schlägt es um und er spielt die Rolle eines Arschloches, von wegen was ist schon fair, wie es gehen soll, wenn er alleine sein will (was wäre da eine faire Lösung), ich soll ihn Abhaken unter Arschloch. Ich sagte ihm, daß ich mir nicht vorstellen kann, daß er so ein Arsch ist – ich kenne ihn – ich habe mit dem Herzen geschaut. Ich sage ihm, daß ich mir nicht vorstellen kann das er ein Macho-Arsch ist, der sich ständig neue Frauen ins Bett hole – seine Antwort „Du weißt ja nicht, was in den letzten Wochen passiert ist…“ Ich frage ihn, warum er so eiskalt zu mir ist und mich so verletzt. Das habe ich doch wirklich nicht verdient. Ich möchte ihn noch einmal wiedersehen. Nach wie vor möchte er das nicht. Und ich glaube, ich weiß warum – er hat Angst. Er fühlt sich überredet. Das ist so ein Quatsch. Ich habe ihn noch nie zu etwas überreden wollen, weil ich genau weiß, wo das endet und wie es ihm dabei geht, wenn er eben genau dieses Gefühl hat. Das Gefühl überredet, übervorteilt und vor allem ausgenutzt zu werden. Ich liebe ihn viel zu sehr um das böswillig auszunutzen – ihm zu schaden.



The hint – The Fall

Dezent sagte ich ihm trotzdem, das er eine wunderbare Frau abserviert und er mich doch geliebt hat, etc. Irgendwann legt er dann auf. Dabei hatte ich ihn doch nur gebeten, daß er die Mails liest. Ich breche zusammen. Schreie, Weine, versuche ihn auf dem Handy zu erreichen. Er hat es ausgestellt. Ich versuche es im Büro. Er ist nicht am Platz. Wieder Tränen und Schreie. Ich raffe mich auf. Später versuchte ich es wieder auf seinem Handy und er ging ran. Nochmals bat ich ihn mir zuzuhören. Ich möchte doch nur mit der Sache abschließen können. Ich bat ihn dann darum, mir meine Sachen zuzuschicken „muß es sofort sein?“, fragte er pampig. Ich sagte ihm, daß er meine Sachen schicken kann, wenn es ihm zeitlich paßt. Überflüssigerweise, weil er es ja weiß, betonte ich nochmals, daß er immer eine Platz in meinem Herz hat und ich ihn nicht hassen kann, dafür hat er mir zu viel Freude in mein Leben gebracht und das er zu mir zurück kann…. Viel zu viel der Worte. Unter Tränen bat ich ihn noch, daß er das Video anschaut, daß ich für ihn – für uns -  gemacht habe und auch meine Blog liest, was er mir nicht versprechen wollte. Meine letzten Worte an ihn waren dann „bitte vergiß mich nicht und ich liebe Dich noch immer, vergiß mich bitte nicht“. Er mußte dann weiterarbeiten, da es ein Druckerproblem gab… es klickte… und ich blieb zurück mit meinem kleinen gebrochenem Herzen.



Past – Present – Future?

Ich stand dann auf und versorgte meine Vögel und mich. Danach räumte ich die Kiste mit all den schönen Erinnerungen an unsere wunderschöne Zeit etwas weiter zur Seite. Bis auf die Kette und den Kalender fand in dieser Kiste unsere Liebe Platz. D.h. die symbolischen kleinen Dinge. Die Kette trage ich noch immer voller Liebe, Stolz und Hoffnung und auf den Kalender blicke ich jeden Tag und denke an den Tag zurück, an dem er ihn mir schenkte. Valentinstag 2009.



Lawn Mower Girl

Irgendwann fuhr ich dann zu meiner Ma und setzte mich auf die Gartenbank am kleinen Schuppen. Ich sagte nichts und war gedankenversunken und weinte, bis ich dann irgendwann auf dieser Bank einschlief. Meine Ma wollte an diesem Tag den Rasen mähen und das das Gelände etwas schwierig ist, beschloss ich kurzerhand ihr die Arbeit abzunehmen. Es sei aber erwähnt, daß ich bis dato noch nie einen Rasenmäher bedient habe bzw. Rasen gemäht habe. Das Projekt Rasenmähen schloß ich erfolgreich ab und meine Ma war glücklich. Ich fuhr dann heimwärts und fühlte mich irgendwie leer. Unendlich leer.



Another Day Gone By

Den restlichen Abend verbrachte ich am PC und suchte nach einem Zaubermittel gegen meinen Herzschmerz. Natürlich gab es das nicht wirklich. Ich weinte noch ein paar mal und ging dann ins Bett. Ich hatte es also geschafft, wieder einen Tag rumzubringen.

 


Panthera Tigris

 



 

von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
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