Donnerstag, 11. juni 2009 4 11 /06 /2009 19:20




Der Wecker klingelte um 6.50 Uhr und ich hing an der Strippe. Man sagte mir am Abend zuvor, daß es nur möglich ist, die Routerdaten schriftlich rauszusenden. So ein Quatsch. Als weitsichtiger Mensch weiß ich genau, daß es immer Mittel und Wege gibt Zugangsdaten durch einen Sachbearbeiter abrufen zu lassen und durchgeben zu lassen. Ich traf dann glücklicherweise auf eine Mitarbeiterin, die kompetent genug war und somit erhielt ich meine Zugangsdaten telefonisch. -  Hurra, ich bin wieder connected. Ich löschte sofort alle Mail-Adressen von Mr. Gehirn-Nix und zwar so, daß sie die nächsten 40 Tage gesperrt sind…hehehehe… Scheinheilig wie er ist, reagierte er auf meine SMS vom Vorabend ganz unschuldig. Ich durchschaute ihn sofort und gab ihm dann entsprechenden Konter.

 



Festplatteninfarkt
Ich gammelte dann zufrieden vor meinem PC herum und wollte dann einen weiteren Video-Schnitt vollenden. Ich merkte dann jedoch, während ich an der Datei arbeitete, daß die vorab eingebundene Musik nicht mehr „vorhanden“ war. Kurz drauf wußte ich warum. Sie lag auf meiner externen Festplatte und diese schien irgendwie nicht mehr zu funktionieren. PANIK!!! Ich hatte schon etwas länger kein Backup mehr gemacht. Himmel, das darf doch nicht wahr sein. Das fehlte mir jetzt noch, daß auch noch meine Festplatte in die Fritten geht. Ich rief meinen besten Kumpel an und dieser konnte mir – logischerweise – auch nicht viel helfen. Dann telefoniere ich in meiner Not mit nem Elektroladen, was ebenfalls sehr ernüchternd war. Dann kam die Idee auf, daß ich die Festplatte umbauen lasse, da es wohl am Netzteil des Teils lag. Ok, dadurch würde meine Garantie auf die Platte flöten gehen, aber ich brauchte meine Daten auf jeden Fall für dieses Wochenende und ich bin eh kein Freund davon, wichtige Datenträger einfach so aus der Hand zu geben. Normalerweise hätte ich meinen Schatz angerufen – der kennt sich ja bestens mit dem ganzen Thema aus… aber nunja, das ging ja nun nicht mehr. Darüber hinaus hatte er mir ja in einer kurzen Message mitgeteilt, daß er nen Flugtag heute hätte – somit hätte ich ihn eh nicht erreichen können und ich mußte hier und jetzt eine Entscheidung treffen.



Retter in der Not
Um das Unangenehme mit dem Angenehmen zu verbinden, rief ich meine Ma an, ob sie Lust hat mit zum Elektroladen zu kommen. Ich fuhr zu ihr und setzte mich noch kurz in den Garten, da ich noch auf Feedback von dem Elektroladen wartete, ob sie meine Reparatur noch eben reinschieben könnten. Ich saß also im Garten und wurde dann „Zeugin“ vom ersten Flug eines Jung-Stares. Der Jungfernflug endete etwas unsanft mit einer Bruchlandung im Blumenbett – der kleine hat es aber ohne weitere Schäden überlebt. Später ließ ich dann im Elektroschop meine Platte umbauen. Der Ganze Spaß hat mich dann einige Nerven und 40 Euro gekostet – Hauptsache, ich hatte meine Festplatte wieder so, wie sie sein sollte – funktionierend.



YES's and NO GO's
Daheim schloß ich meine Platte gleich an und sie lief wunderbar. Dann wartete ich auf den Automechaniker, der sich ja um mein krankes Auto kümmern wollte. Tolle Wolle. Der Typ hatte mir fest versprochen zu kommen, kam aber nicht. Er hatte nichtmal den Schneid, kurz Info zu geben, daß er nicht kommt. Ich hasse sowas. Kein Wunder, daß mein allgemeines Bild über die Männerwelt auch hier mal wieder eine negative Bestätigung erhielt.
Das Ganze frustrierte mich sehr, denn ich habe wirklich drauf gebaut, daß meinem Auto endlich mal kostengünstig geholfen wird.. .naja. Verläßt man sich auf andere – ist man verlassen. Den Abend wartete ich trotzdem noch tapfer und schlich dann irgendwann in die Federn. Zumindest hatte ich heute 2 Erfolgserlebnisse. Ich kam wieder ins Internet und meine Festplatte lief wieder.

 

 



Panthera Tigris


 

von Panthera Tigris - veröffentlicht in: mein Tag, mein Leben - Community: Alltagswahnsinn
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